Allgemeines

Kurzwelle! Für unsere Väter war es das Medium für weltweite Kommunikation. In jeder Küche stand ein Radio, mit dem man weit entfernte Sender hören konnte. Der Notruf der unsinkbaren Titanic wurde auf Kurzwelle gesendet. Wetterdienste und Agenten arbeiteten auf Kurzwelle. Auf Ultrakurzwelle konnte man Polizeifunk oder die Feuerwehr hören. Das durfte man allerdings nicht. Es gibt bis heute das Fernmeldegeheimnis, das nur das Mithören von Sendungen erlaubt, denen ein „CQ“ voran geht: „An Alle“

Heute arbeitet der Seefunk über Satelliten, weit zuverlässiger und nicht mehr den Eigenheiten der Kurzwelle unterworfen. Weltweite Kommunikation geht über das Internet. Polizeifunk und Handys gehen digital und sind gegenüber Laien abhörsicher.

Aber wie in der Seefahrt, wo auch im Zeitalter von Riesentankern und Containerschiffen noch viele mit einem Segelboot aufs Meer hinaus fahren und statt mit GPS mit einem Sextanten navigieren, so gibt es auch Enthusiasten für Kurzwelle, die ohne das Internet und ohne Mobilfunkmasten weltweite Nachrichtenverbindungen aufbauen und mit einfachsten Mitteln wie der Morsetelegrafie oder per Sprechfunk internationale Freundschaften pflegen. Es sind Funkamateure.

In Lampertheim haben sich einige dieser Funkamateure zu einem Club zusammen geschlossen, dem Lampertheim Amateur Radio Club (LARC). Gemeinsam haben sie ein schmuckes Clubhaus gebaut und große Antennen für Kurzwelle und UKW errichtet, weil es gemeinsam einfach noch mehr Spass macht.

Jeden Sonntagvormittag treffen sich dort einige dieser „OMs“ (so nennen sich Funkamateure) zum „Frühschoppen“. Hier bietet sich jedem die Möglichkeit, einmal in die Amateurfunkwelt hinein zu schnuppern und die Geheimnisse der Kurzwelle hautnah zu erleben. Wer noch tiefer eintauchen will: Der LARC hält ein Ausbildungsrufzeichen mit dem man sogar als Unlizensierter „in die Luft“ gehen darf.

 

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