Chronik

Lampertheimer - Amateurfunker
Im Jahre 1948 fand in Bad-Homburg die Gründung des Deutschen-Amateur-Radio-Clubs für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland statt, mit dem Ziel, dem Amateurfunk die rechtlichen Grundlagen zu schaffen.
Heutiger Sitz der Organisation ist in Baunatal.

Die Gründung der Lampertheimer Ortsgruppe des DARC e.V. erfolgte am
06. Oktober 1956 mit 11 Mitgliedern: Eduard Krahe DL9GU, Fritz Groh DL3WW, Friedrich Coy DL1CT, Gert Jöst DJ3YV, Alfred Metzner DJ3OU, Franz Metzner DJ6WI, Heinz Vetter DJ3OV, Hilmar Zöller DJ9VS, Waldemar Schaldyrwar DJ2NM, Walter Rzany DL1HC und Ulrich Rundström im Café Rückert in Lampertheim, von denen zunächst jeder privat eine eigene Amateurfunkstation unterhielt.

Als Clubrufzeichen wurde dem Ortsverband Lampertheim „DL0WW“ von der
Deutschen Bundespost zugeteilt. Bei der Gründungsveranstaltung war der
Distriktvorstand des DARC e.V. anwesend. Das Café Rückert war nun auch für die nächste Zeit das Clublokal der Lampertheimer Amateurfunker.
Die ersten gemeinsamen Funkverbindungen unter dem Clubrufzeichen
DL0WW wurden bei unserem Mitglied Gerd Jöst DJ3YV an seiner Amateurfunk-
station hergestellt. Später wurden die Aktivitäten zu unserem Mitglied Franz Metzner, DJ6WI verlagert.

Erste Erfolge der Lampertheimer Amateurfunker waren in den Jahren 1962 und
1964 zu verzeichnen, als in weltweiten Wettbewerben sehr gute Plazierungen erreicht wurden. Im Jahre 1964 gelang außerdem die erste Verbindung Europa-USA auf UKW unter Benutzung des Mondes als Reflektor von der Schweiz aus, an der unter anderem unser Mitglied Eduard Krahe aus Lampertheim beteiligt war. Über den ersten Zweiweg-Satelliten, der von Amateurfunkern gebaut war, kamen danach im Jahre 1965 mehrere weltweite
Verbindungen zustande.

Zunehmende Aktivitäten erforderten die Schaffung einer clubeigenen Anlage. Dies setzte ein entsprechendes Gelände voraus. Verhandlungen mit der Stadt Lampertheim führten im Jahre 1969 zur pachtweisen Überlassung des Geländes bei der Kläranlage in der Klärwerkstraße. Auf diesem Gelände wurde dann mit Spenden, Zuschüssen, Eigenmitteln und vielen Arbeitsstunden der Mitglieder ein Clubhaus erstellt und noch 1970 eingeweiht.

Jetzt gewann auch die Arbeit des Ortsverbandes F24 des DARC e.V. in
Lampertheim größeres Interesse, so daß im Jahre 1970/71 im Rahmen der
Volkshochschule ein Amateurfunklehrgang abgehalten werden konnte. Die
Mitgliederzahl war im Jahre 1971 auf über 60 angewachsen.

In diesem Jahr konnte der Ortsverband Lampertheim unter mehreren Tausend
deutschen- und internationalen Teilnehmern in einem weltweiten Wettbewerb
den dritten Platz belegen.

Im Jahre 1973 konnte der Bau der ersten UKW-Antennenanlage auf dem
Gelände an der Kläranlage bewerkstelligt werden und am 23.02.1975 gelang
von hier aus Lampertheimer Funkamateuren unter dem Clubrufzeichen
DL0WW die erste Verbindung nach Kalifornien zur Stanford University
über den Mond als Reflektor auf UKW.

Als im Jahre 1977 bekannt wurde, daß das Gelände an der Klärwerkstraße, das uns die Stadt Lampertheim 1969 pachtweise überlassen hatte, in naher Zukunft geräumt werden muß, wurden Überlegungen angestellt, an geeigneter Stelle ein neues Clubhaus als Sendestation, Kommunikations-zentrum und als Fortbildungs- und Schulungsstätte für seine technisch interessierte Jugend und alle Mitglieder zu errichten.

Um den Vereinsförderrichtlinien der Stadt und des Kreises zu genügen, zog
man in Erwägung, einen im Lampertheimer Vereinsregister eingetragenen
Verein zu gründen, da der DARC als gemeinnütziger Verein in  Baunatal
eingetragen ist.

Zunächst gab es unter den Mitgliedern zu diesem Plan, unter dem Dach des
Ortsverbandes einen zweiten Verein zu gründen, keine einheitliche Meinung.

Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden die Sachzwänge
erläutert und nach einer lebhaften Diskussion, mit großer Mehrheit
beschlossen, zu dem existierenden DARC Ortsverband den
Lampertheimer-Amateur-Radio-Club ( LARC ) als eingetragenen
Verein zu gründen. Weiterhin wurde beschlossen, alle Rechte und
Pflichten sowie das vorhandene Eigentum des DARC Ortsverbandes,
dem zu gründenden Verein, zu übertragen.

Die Gründungsversammlung fand am 16.12.1977 statt und am 28.02.1978
wurde der LARC beim Amtsgericht Lampertheim in das Vereinsregister
eingetragen. Seit dieser Zeit gibt es zwei gleichartige Vereine, aber nur
eine Vereinsgemeinschaft die bekannt ist als die „Lampertheimer
Amateurfunker“ mit dem gemeinsamen Clubrufzeichen DL0WW.

Nach bescheidenen Anfängen, waren im Herbst 1981 100 Mitglieder beim DARC Ortsverband eingetragen.

Darunter waren auch einige Angehörige der amerikanischen Streitkräfte, die mit
den inzwischen wesentlich erweiterten und modernisierten Sendern und
Antennenanlagen des Clubs viele Kontakte mit ihrer Heimat hielten
und auch bei den Clubaktivitäten tätig waren.

1984 war es dann soweit, die Räumung des Clubgeländes wurde verfügt.
Diese Entscheidung traf aber die Lampertheimer Amateurfunker nicht unvorbereitet.

Im Jahre 1985 wurde dem Verein ein neues Gelände in der Bauhofstraße 16
zur Verfügung gestellt. Da die Planung des neu zu errichtenden Clubhauses
bereits abgeschlossen war, wurde der Bau sofort in Angriff genommen.

Nur durch den tatkräftigen Einsatz aller Funkamateure war es möglich, das
gewaltige Arbeitspensum zu bewältigen, denn neben dem Clubhaus musste
auch die gesamte Antennen- und Außenanlage neu errichtet werden. Zur
Finanzierung dieses Vorhabens wurden neben Eigenleistung, Geld- und
Sachspenden der Mitglieder auch Zuschüsse aus der Vereinsförderung
beantragt. Vom ersten Spatenstich bis zum heutigen Zustand der Anlage
wurden sieben Jahre aufgewendet. Am 14.06.1987 fand die Einweihung
des neuen Gebäudes statt und ist seit dieser Zeit Domizil des LARC und DARC.

Seit bestehen der Lampertheimer Amateurfunker wurden insgesamt 79 nationale- und internationale Diplome erarbeitet, wobei einige von Bürgermeister H. Pfeifer und Bürgermeister G. Dieter an unseren Vorstand überreicht werden konnten. Es wurde damit die gute Tradition fortgesetzt, bei der 1962 die Lampertheimer Amateurfunker mit dem Clubrufzeichen DL0WW Vizeweltmeister und 1964 Weltmeister im CQ WW DXContest ( international ausgeschriebener Funkwettbewerb der Amerikanischen Amateurfunkzeitschrift „CQ“ ) wurden. Dieser Wettbewerb gilt als der bedeutendste dieser Art.
Bei Contesten die von der ARLL ausgeschrieben werden wurden 3 erste -
und 4 zweite Plätze erarbeitet. Bei den European-DX-Contesten wurden
ein erster- und 3 zweite Plätze erarbeitet.

Im Jahre 1983 wurde von unserem Mitglied Alfred Kuckauf an der Amateurfunkstation von Franz Seemeier ein Medikamenten-Notruf aus Brasilien aufgefangen, der an die DRK-Zentrale Heppenheim weitergeleitet wurde und von da aus an das DRK-Bonn. Hier wurde die Beschaffung des Medikamentes und der Transport nach Brasilien veranlaßt. Nach ca. 14 Tagen bekamen wir auf einer festgelegten Funkfrequenz die Nachricht, daß das Medikament rechtzeitig eingetroffen war, worüber wir uns alle sehr freuten. In 1984 hat uns dann die Amateurfunkerin PY7VBG aus Brasilien, die den Notruf tätigte, in Lampertheim in der Clubstation besucht und hat sich noch einmal bei allen Anwesenden recht herzlich bedankt.

Von DL0WW waren 1983 sieben Mitglieder, Michael Staff DF1ZE, Hanne Staff DK6FC, Peter Perner DF8IK, Ralf Heiselbetz DF7ZP, Bernd Stach DL8EZ, Ralf Beiler DK7UV und Helmut Manzel DL4RAB an einer Dxpedition nach Sardinien beteiligt, Unter einer Dxpedition versteht man die Aktivität einer Gruppe Amateurfunkern, die weltweite Funkverbindungen aus solchen Ländern durchführt, in denen wenige oder keine Amateurfunkaktivitäten stattfinden., Desweiteren wurden in den letzten Jahren einige Fielddays ( Portabelfunk außerhalb der Clubstation ) im Odenwald und in der Pfalz durchgeführt.

Es wurden in den letzten Jahren 7 Amateurfunk-Grundlehrgänge für die
Lizenzklasse "C" und 8 Telegrafie-Lehrgänge für die Lizenzklassen "A"
und "B" durchgeführt. Alle mit anschließender Prüfung bei der
Deutschen Bundespost, später bei der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation ( BAPT ).

Die Lampertheimer Amateurfunker beteiligten sich auch am Hessentag
in Lampertheim durch Begleitung des Festzuges mit Portabelfunk und
hatten einen Infostand in der Römerstraße aufgestellt. Desweiteren
veranstalteten sie mit dem Hessischen Rundfunk in der Hans-Pfeiffer-
Halle eine Informationssendung über den Amateurfunk, wo auch ein
Infostand des LARC e.V. und DARC e.V. aufgebaut war.

Im Jahre 2001 wurden unter dem Vorsitz von DF7WN die Sattelitenantennen
abgebaut um sie durch Kreuzyagis zu ersetzen, dies wurde aber nicht realisiert.
Im Jahre 2002 wurde dann unter dem Vorsitz von DG9ZT die Sattelitenanlage
komplett abgebaut und an dem vorhandenen Rotor ein Schiebemast montiert,
an dem eine 16 elm. Yagi für 2 m, eine 16 elm. Yagi für 70 cm und ein Rund-
strahler für 2 m / 70 cm in 26 m Höhe montiert wurde.

Der Antennenmast mit den Vierergruppen 2m / 70 cm war marode und musste erneuert werden. So wurde im Jahr 2004 der Mast entfernt, das Mastfundament verstärkt, ein gebrauchter Mast renoviert und montiert. Im Jahr 2005 wurde eine Plattform 3 m mal 3,5 m angefertigt die über einen Zahnkranz und Motor von einem Kran gedreht wird. Hier wurde jetzt die Sattelitenanlage montiert. Nach Fertigstellung der Plattform wurde sie mit einem Autokran auf den neuen Mast gehoben und verschraubt. Nun wurde die ganze Steuereinheit in ein Gehäuse gebaut, im Funkraum montiert und jetzt ist die Sattelitenanlage über den Computer oder manuell steuerbar.

Im Jahre 2008 hatten wir einen Sturmschaden an dem 20m Beam 20M4, der dann durch einen Beam 20M5 ersetzt wurde.

Im Jahre 2011 wurde die Bobteilantenne stillgelegt, da der Hilfsmast marode war. Es wurde ein Kippmast von einem Mitglied aus Worms (DL6IE) abgebaut, der als Spende an den LARC ging. Dieser Kippmast wurde in 2012 aufgebaut, dazu musste ein Fundament mit den Befestigungsbolzen erstellt werden. Der Mast wurde durch ein Rohr auf 23 m verlängert und hier fand die Bobteilantenne ihren neuen Abspannpunkt.

Im Jahre 2013 wurde die Bobtailantenne in eine andere Lage gebracht und die Handabstimmung auf eine elektronische Abstimmung umgebaut. Auch das vollautomatische Bedienteil, das Roland DK3GI gebaut hat, wurde im Shack aufgestellt. Somit kann man alle Frequenzen auf 80 m optimal abstimmen.

Die Mitgliederzahl des DARC e.V. betrug im Januar 2014  48 Personen.
Die Mitgliederzahl des LARC e.V. betrug im Januar 2014  28 Personen.( zum größten Teil auch Mitglied im DARC e.V. )


Als OV-Vorsitzende des DARC e. V. F24 waren in der Vergangenheit tätig:
von 1956 bis 1958 Fred P. Coy DL1CT
von 1958 bis 1963 Walter Rzany DL1HC
von 1963 bis 1965 Erich Wissner DL6NK
von 1965 bis 1968 Franz Metzner DJ6WI
von 1968 bis 1971 Willy Gilb DJ6DU
von 1971 bis 1991 Michael Staff DF1ZE
von 1991 bis 1997 Bernd Stach DL8EZ
von 1997 bis 1999 Karl-Heinz Lewandowski DL7FAZ
von 1999 bis 2003 Werner Kalb DG9ZT
von 2003 bis 2005 Michael Staff DF1ZE
von 2005 bis 2011 Werner Kalb DG9ZT
von 2011 bis           Daniel Roth DK3CH

Der Vorstand des DARC e.V. F24 ab 2011:
Ortsverb. Vorsitzender:  Daniel Roth DK3CH
Stellvertreter:   Siegmar Gothar DG5FAZ
Kassenwart:   Peter Wabro DC3FV
Schriftführer:   Bernd Helmer DF4IAB
QSL-Manager: Harry Findling DL9FCY

Als Vorsitzende des LARC e.V. waren in Vergangenheit tätig:
von 1978 bis 1979 Hans Strubel DC8DE
von 1979 bis 1987 Michael Staff DF1ZE
von 1987 bis 1997 Manfred Beck DF9ZW
von 1997 bis 1998 Achim Fortner DG4FFP
von 1998 bis 2000 Manfred Beck DF9ZW
von 2000 bis 2002 Jürgen Pape DF7WN
von 2002 bis 2014 Werner Kalb DG9ZT
von 2014 bis           K.- H. Lewandowski  DL7FAZ

Der Vorstand des LARC e.V. ab 2016
1. Vorsitzender    K.- H. Lewandowski  DL7FAZ
2. Vorsitzender    Siegmar Gotha    DG5FAZ
Kassenwart    Roland Mensch     DK3GI
Schriftführer    Stojan Ratkovic    DK4SR
Beirat    Manfred Beck    DF9ZW
Beirat    Udo Prinz   DF3UB
Beirat    Stefan Schaaf   DL6IE
Techn. Referent    Dieter Schandin    DF1IR
QSL-Manager    Harry Findling    DL9FCY

Erstellt am 05.06.1996 M.Beck DF9ZW
Ergänzung am 22.03.2014 M.Beck DF9ZW
letzte Änderung am 08.04.2016 by DE1KLM
 



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